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06.05.1978 - Hochwasser

06.05.1978 - Hochwassereinsatz

Zu schweren Überschwemmungen kam es am 06.05.1978 in weiten Teilen des Landkreis Ludwigshafen von den unter anderem auch die Ortsgemeinde Großniedesheim betroffen war.

Alter Sportplatz in Großniedesheim
Wasserwerk in Großniedesheim
Hauptstraße in Großniedesheim (Richtung Heßheim)
Wiese neben dem Pumpwerk in Großniedesheim

Die Tageszeitung berichtete folgendes:

Der große Regen: Verkehr auf der Autobahn gestoppt

Landkreise Ludwigshafen und Bad Dürkheim am stärksten betroffen

LUDWIGSHAFEN (swz). Wolkenbruchartige Regenfälle haben am Samstagnachmittag in weiten Teilen Südwestdeutschlands den Verkehr kurzfristig fast völlig lahmgelegt. Besonders schwer betroffen wurden der Nordteil des Landkreises Ludwigshafen sowie Teile des Landkreises Bad Dürkheim. Auf der Autobahn Mannheim - Saarbrücken kam der Verkehr am Laumersheimer Berg völlig zum Erliegen.

Innerhalb kürzester Frist wurden Niederschläge registriert, die das durchschnittliche Monatssoll bei weitem übertrafen. Der Laumersheimer Bürgermeister Koch sah sich am Abend nicht in der Lage, das genaue Maß der Niederschläge anzugeben: Das Meßgerät war nicht in der Lage, die ungewöhnliche Regenmenge aufzunehmen und lief über, ein bis dahin noch nie erlebter Vorgang. Das Wetteramt in Offenbach sprach von den stärksten Mairegengüssen seit 130 Jahren.

Im nördlichen Teil des Landkreises Ludwigshafen hat das Unwetter Sachschaden in Millionenhöhe angerichtet. Das gab die Landkreisverwaltung am Sonntag in Ludwigshafen bekannt. Mehr als hundert Feuerwehrleute waren zur Bekämpfung der Wassermassen in den Obstbaugemeinden Großniedesheim und Kleinniedesheim eingesetzt. Auf dieses Gebiet konzentrierte auch die Polizei ihren Einsatz, da zahlreiche Straßen überschwemmt und stundenlang nicht befahrbar waren. Schwer betroffen wurden außerdem die umliegenden Gemeinden Beindersheim, Bobenheim-Roxheim, Heßheim und Heuchelheim. Im Landkreis Bad Dürkheim war besonders die Gemeinde Dirmstein betroffen, wo das Wasser kniehoch in den Straßen stand.

In Kleinniedesheim stürzte eine Scheune ein, nachdem eine überspülte Stützmauer gebrochen war. Mehrere Böschungen rutschten ab und Schlammassen wurden in viele Keller gespült. In einem Büromaschinenbetrieb wurden etwa 100 Schreibmaschinen, die in einem Kellerraum gelagert waren, durch Wassereinbruch unbrauchbar. In Großniedesheim erlitt ein älterer Mann nach Auskunft der Polizei vor Aufregung einen Herzschlag, zwei Frauen mußten mit einem Kreislaufkollaps ins Krankenhaus gebracht werden. Nach Angaben des Landratsamtes werden die Aufräumungsarbeiten in den betroffenen Gemeinden mehrere Tage dauern.


 
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