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27.06.2002 - Flächenbrand Mülldeponie

27.06.2002 - Flächenbrand Mülldeponie Heßheim

Gegen 12:22 wurden die Wehren der Verbandsgemeinde zu einem Flächenbrand auf dem Gelände der Mülldeponie Heßheim / Gerolsheim gerufen. Es branten ca. 10.000 qm Fläche. Die Wehr Groß-/Kleinniedesheim stellte 14 Mann, von denen ein Teil die Wasserversorgung sicherstellte (TSF) und der andere Teil beim Löschangriff eingesetzt wurde (TSF-W). Das MTW wurde zum Materialtransport eingesetzt.

Leider verunglückte ein Feuerwehrfahrzeug auf dem Weg zur Einsatzstelle. Die Mannschaft wurde zum Glück nicht verletzt. Der Fahrer wurde zwar zur Vorsorge ins Krankenhaus gebracht, durfte dieses aber gegen Abend wieder verlassen.

 

Ein Teil der Bilder wurde uns von der BF Ludwigshafen / BF Bremen zur Verfügung gestellt. Hierfür vielen Dank.

Bei RNF wurde folgender Beitrag gesendet:

Muelldeonie-27-06-2002-128.WMV

720 K

In der Rheinpfalz vom 28.06.2002 und bei RON - Rheinpfalz online dazu am folgender Artikel:

18 Feuerwehren löschen Deponie-Brand

GEROLSHEIM/HESSHEIM:Brand wütet auf 10.000 Quadratmetern - Keine Gefahr für Bevölkerung

Das sprichwörtliche Glück im Unglück hat gestern bei dem Brand auf der Sondermülldeponie in Gerolsheim eine Katastrophe verhindert. Gegen 12 Uhr war der Brand ausgebrochen. Nach rund drei Stunden hatten die 120 Einsatzkräfte vor Ort das Feuer unter Kontrolle. Auch der Feuerwehrmann aus Heßheim, der auf dem Weg zur Deponie mit seinem Löschfahrzeug verunglückt war, konnte am Nachmittag wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Die Rauchwolke über der Sondermülldeponie war einige Kilometer weit zu sehen. Auch der beißende Geruch, der von dem brennenden Schredder-Material ausging, kroch sogar noch in Frankenthal in die Nase. Per Lautsprecher und Radiodurchsage wurde die Bevölkerung in Heßheim gebeten, die Türen und Fenster zu schließen. Nach den Angaben des Wehrleiters der Verbandsgemeinde Heßheim, Klaus Fieberling, bedeutete dieser Aufruf jedoch nicht, dass durch den Brand giftige Gase freigesetzt werden. "Der Rauch entzieht Sauerstoff und kann somit auch gefährlich werden", erläutert Fieberling. Die Schadstoff-Messungen gestern an der Deponie und den umliegenden Gemeinden hätten keine Besorgnis erregenden Werte ergeben.

Zwar ereignete sich das gestrige Unglück auf Gerolsheimer Gemarkung. Hauptleidtragende war jedoch die Heßheimer Bevölkerung. Der starke Wind sorgte gestern nämlich nicht nur dafür, dass sich der Brand sehr schnell auf 10.000 Quadratmeter Fläche vergrößerte, sondern blies den Rauch auch direkt nach Heßheim. So litten plötzlich auch 14 Kinder und ein Pfarrer unter Übelkeit, und weil sich ein Kind erbrach, kamen die 15 nach Ludwigshafen in eine Klinik. Am späten Nachmittag konnte Ortsbeigeordneter Fritz Ramseier berichten, dass bis auf ein Kind alle Betroffenen wieder nach Hause durften. Glimpflich endete auch ein Unfall während des Einsatzes für einen Feuerwehrmann aus Heßheim. Am Ortsausgang in Richtung Gerolsheim hatte er die Kontrolle über sein Löschfahrzeug verloren und war zur Seite gekippt. Per Rettungshubschrauber wurde er in die Unfallklinik nach Oggersheim gebracht. Reiner Geiger, Wehrleiter der Ortsgemeinde Heßheim, war jedoch froh, dass er seinen Kollegen wenig später aus der Klinik abholen durfte. "Die Verletzungen haben sich als nicht so schlimm erwiesen", so Geiger. Es waren dies die Randerscheinungen eines Tages, der jede Menge Aufregung verursachte.

Gegen 12 Uhr kam die Nachricht, dass die Sondermülldeponie brenne. 18 Feuerwehren waren schließlich gemeinsam mit der Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz und den Johannitern am Einsatzort. Gegen 14.30 Uhr war die Rauchsäule fast verschwunden. "Wir haben den Brand unter Kontrolle", so Klaus Fieberling. Er schilderte, dass 3000 Meter Wasserförderungsschläuche verlegt und pro Minute rund 5000 Liter Wasser durch die Schläuche gepumpt wurden. Michael Rosenstengel von der technischen Einsatzleitung sagte, dass am Nachmittag das betroffene Gelände mit einer Wärmekamera untersucht werde, um mögliche Glutreste zu finden. Außerdem wurde eine Brandwache eingerichtet. Kreisfeuerwehrinspekteur Alfred Hanewald vermutete, dass der Brand durch "Selbstentzündung durch Sonneneinstrahlung" ausgelöst wurde. Brandstiftung schließe er auch deswegen aus, da auf dem Deponie-Gelände viele Menschen arbeiteten.

Ulf Riecke, Geschäftsführer der Deponie-Betreiberin GBS, bezeichnete es als "Pech", dass der Brand zur Mittagszeit ausbrach: "Ansonsten wären mehr Mitarbeiter da gewesen und hätten schneller reagieren können." So habe sich das Feuer durch den starken Wind schnell großflächig ausbreiten können. "Schon vergangene Woche habe ich die Luft angehalten, weil es schon zu lange zu trocken ist", meinte Riecke. Der Sachschaden ist nach Angaben des GBS-Geschäftsführers "relativ gering", da außer den ausgefallenen Arbeitszeiten und dem Einsatz der Rettungskräfte kein Schaden da sei. Dass der Brand habe so schnell gelöscht werden können, führte Riecke auf das schnelle Eingreifen der Feuerwehren zurück, aber auch darauf, dass auf der Deponie stets auf einen Meter Auffüllung eine Sandschicht von etwa 50 Zentimetern Dicke folge. "Dadurch hat es nur bis zur nächsten Sandschicht abbrennen können", so Riecke. Glück sei gewesen, dass in den kommenden Tagen wieder auf der Deponie, die zum Jahresende geschlossen wird, verfüllt werden sollte: "Dadurch hatten wir viel Sand oben, den wir zum Löschen verwenden konnten." Welches Material in Brand geraten ist, konnte Riecke gestern noch nicht sagen: Proben würden analysiert. Die abgebrannte Fläche werde jetzt intensiv beobachtet.

In der Rheinpfalz vom 11.10.2002 erschien dazu noch folgender Artikel:

Im Jahresrückblick der Rheinpfalz erschien dazu am 30.12.2002 noch folgender Artikel:

Ungewissheit des Jahres: 10000 Quadratmeter stehen in Flammen GEROLSHEIM/HESSHEIM: Brand auf Deponie

Der beißende Geruch stieg schon in der Frankenthaler Fußgängerzone in die Nase. Auch die dunkle Rauchwolke war schon von weitem zu erkennen und ließ erahnen, dass da etwas passiert sein musste. Besorgte Bürger meldeten sich bei der Polizei. Wenig später kam schon der Aufruf im Radio, Anwohner sollten bitte Türen und Fenster schließen.

Ein Brand auf der Sondermülldeponie in Gerolsheim versetzte die Bürger in Aufregung. Anfangs wusste keiner so recht, was tatsächlich passiert war. 120 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren aus der Vorderpfalz rasten zum Unglücksort. Insbesondere die Bewohner Heßheims sahen von ihren Häusern aus so gut wie nichts anderes mehr als die Rauchschwaden. Auf 10.000 Quadratmetern wütete das Feuer am 27. Juni. Es war trocken und heiß gewesen in den Tagen zuvor. Entsprechend unangenehm war auch die Arbeit der Feuerwehrleute. Sie waren dennoch bestens auf einen solchen Ernstfall vorbereitet und hatten den Brand innerhalb von drei Stunden unter Kontrolle. Es war Glück im Unglück, dass nicht mehr passierte. Letztlich ging die Geschichte glimpflich aus, denn auch laut den Schadstoffmessungen hatte die Bevölkerung nichts zu befürchten.

Auf dem Weg zum Feuer verunglückte auch noch ein Mitglied der Heßheimer Feuerwehr. Zwar gab es einen Totalschaden an dem Löschfahrzeug, aber dem Feuerwehrmann selbst ist nichts Schlimmeres passiert. Auch hier traf der Spruch zu: Glück im Unglück.

Laut Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt könnte sowohl ein heißer Auspuff als auch eine Glasscherbe den Brand ausgelöst haben. (ax)

 

aus : RON - RHEINPFALZ ONLINE, Montag, 30. Dez , 03:45 Uhr


 
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