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19.07.2000 - Technische Hilfe

19.07.2000 - Technische Hilfe Übung

Der Rettungsgrundsatz teilt die technische Hilfe in fünf Phasen ein:

1. Phase: Sichern

Diese Phase beinhaltet alle Maßnahmen, die erforderlich sind, um eine Gefährdung der Einsatzkräfte und der zu rettenden Personen während der Rettungsmaßnahmen auf das unabwendbar notwendige Maß zu reduzieren.

2. Phase: Zugang schaffen

Diese Phase bedeutet, zu den gefährdeten Personen vordringen, um die lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen durchführen zu können.

3. Phase: Lebensrettende Sofortmaßnahmen

Lebenserhaltende Sofortmaßnahmen sind alle unaufschiebbaren lebensrettenden medizinischen Maßnahmen, die notwendig sind, um den Zustand des Verletzten soweit zu stabilisieren, daß sich dieser Zustand bis zur Befreiung des Verletzten nicht weiter verschlechtert. Der Feuerwehrmann kann folgende lebenserhaltende Maßnahmen durchführen: Schockbekämpfung, Stillen von lebensbedrohlichen Blutungen, Widerherstellen oder Unterstützung der Atemfunktion, Herz-Lugen-Wiederbelebung

4. Phase: Befreien

Das Befreien beinhaltet alle Maßnahmen, die nach Durchführung der lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen zum "Herausführen/ Herausbringen" der Personen aus dem Gefahrenbereich notwendig sind.

5. Phase: Transportfähigkeit herstellen

Diese Phase beinhaltet alle rettungsdienstlichen Tätigkeiten, die an der Einsatzstelle zur weiteren Stabilisierung des Gesundheitszustandes vor dem Transport ins Krankenhaus notwendig sind. Diese Maßnahmen werden in der Regel vom Notarzt bzw. der Besatzung des Rettungswagens durchgeführt.

 

 

Am 28.07.2001 erschien folgender Artikel im Amtsblatt der VG Heßheim:

"Verkehrsunfall, eingeklemmte Person, Notarzt vor Ort"

Mit diesem Einsatzstichwort wurden wir am 19.07. konfrontiert. Eine Woche zuvor hatten wir das Thema theoretisch durchgesprochen, nun die Praxis.

An der Übungsstelle folgende Situation: Ein PKW mit verschlossenen Türen und eingedrückter Fahrertür, die sich nicht öffnen ließ. Im Inneren eine Person hilflos eingeklemmt.

Zuerst wurde die Heckscheibe eingeschlagen und entfernt, damit der Notarzt zum Unfallopfer vordringen konnte. Um den Verletzten besser zu versorgen, mußte die Fahrertür mit einem hydraulischen Spreizgerät (Spreizer) entfernt werden. Die Seitenholme wurden durchgeschnitten damit wir das Dach zurückklappen konnten.

Nach der medizinischen Versorgung und Stabilisierung des Verletzten wurden dessen eingeklemmte Beine befreit. Mit Rettungsschere, Spreizer und Hydraulikzylinder konnte man das Armaturenbrett nach vorne drücken. Da Wirbelsäulenverletzungen angenommen wurden, blieb nur die Möglichkeit den Verletzten auf einer Trage über den Kofferraum hinweg herauszuholen. Dazu war es notwendig das komplette Dach zu entfernen.

Die entgültige Befreiung des Unfallopfers dauerte etwa eine Stunde, denn die medizinische Versorgung durch den Notarzt hat Vorrang.

Die Übung wurde zusammen mit den Maltesern Frankenthal durchgeführt. Zur Verfügung stand uns das Heßheimer LF (Löschguppenfahrzeug).


 
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