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20.10.2011 - Nachbarschaftshilfe

20.10.2011 - Nachbarschaftshilfe

Am Donerstag, den 20.10.2011 unterstützten die Wehren der VG Heßheim die Kameraden aus Bobenheim-Roxheim bei einer Personensuche. Auch ein Kollege der Wehr Groß-/Kleinniedesheim war mit dabei.

In der RHEINPFALZ erschien hierzu folgender Artikel:

In dieses Gebüsch neben dem Johanniter-Heim hat sich eine verwirrte alte Frau gelegt, nachdem sie in der Nacht den Pflegerinnen entwischt war. Rund sieben Stunden lang wurde nach ihr gesucht. FOTO:BOLTE

Schneller als die Schweißhunde

BOBENHEIM-ROXHEIM: Eine an Demenz erkrankte Frau ist in der Nacht zum Donnerstag aus dem Johanniter-Pflegeheim verschwunden. In einem Gebüsch haben sie gestern Morgen zwei freiwillige Helferinnen gefunden.

Die Polizei Frankenthal hat gestern Morgen eine Suchmeldung veröffentlich, etwa eine Stunde danach kam die Erfolgsmeldung: Die 87-Jährige sei lebend in einem Gebüsch gefunden worden. Zu verdanken war das der Beigeordneten von Bobenheim-Roxheim, Rosalia Reinhardt, und ihrer Freundin Elisabeth Wilfinger. Seit vier 4 Uhr hatten mehr als 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Bobenheim-Roxheim und der Verbandsgemeinde Heßheim, der Johanniter, der Polizeidirektion Ludwigshafen, der Polizeihubschrauberstaffel, der Diensthundestaffel des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, des Ordnungsamts und der Rettungshundestaffel vergeblich nach der Heimbewohnerin gesucht.

Nach Angaben der Polizei war sie zuletzt gegen 2 Uhr vom Nachtdienst des Seniorenheims gesehen worden. Dann sei sie aus bislang ungeklärten Umständen verschwunden. Die zügig eingeleiteten Suchmaßnahmen wurden zwischenzeitlich intensiviert, auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Das gesamte Heimgelände samt Tiefgarage sowie die Umgebung wurden abgesucht, die Taxizentralen und die umliegenden Orte bis nach Worms informiert, doch zunächst vergeblich. Gegen 9.30 Uhr wurde schließlich eine Suchmeldung veröffentlicht, in der die Bevölkerung um Mithilfe gebeten wurde.

Rosalia Reinhardt und ihre Walking-Partnerin Elisabeth Wilfinger hatten sich früh morgens am Altrhein über den Polizeieinsatz gewundert und Erkundigungen eingezogen. Als sie von der Vermisstensuche erfahren hätten, so berichtet Reinhardt, seien sie zum Altenheim aufgebrochen, um suchen zu helfen. „Ich wusste von einem ähnlichen Fall in Mainz, wo die Polizei lange einen alten Mann gesucht hatte, der die ganze Zeit ganz nah beim Pflegeheim in den Hecken lag”, erzählt die Beigeordnete, die sich daher mit ihrer Freundin gezielt in den Grünanlagen rund ums Johanniter-Heim umsah und auch zwischen sowie hinter die Sträucher blickte.

Und siehe da: Zwischen Pfalzring und Kurpfalzplatz, in unmittelbarer Nähe zum Heim, entdeckten die beiden die hinter einer Hecke auf Bodendeckern zusammengekauerte alte Frau, die nach Angaben der Polizei nur mit einem Nachthemd, einem darüber gezogenen T-Shirt und Socken bekleidet war. „,Wir haben sie!', haben wir gerufen, und schon waren die Rettungskräfte zur Stelle”, sagt die Beigeordnete. „Die Frau war eiskalt, hat uns aber geantwortet, und wir dachten nur: Gott sei Dank, sie lebt noch!” Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht.

Im Polizeibericht heißt es nur, „ Angehörige des Seniorenpflegeheims” hätten die Vermisste gefunden, einer der eingesetzten Gebirgsschweißhunde sei aber schon auf ihrer Spur gewesen. Das Tier habe in der etwa 20 Meter vom Fundort entfernten Tiefgarage einen „Geruchspool” wahrgenommen. Daraus schließen die Beamten, dass sich die Frau dort längere Zeit aufgehalten und nur relativ kurz in dem Gebüsch gelegen hat. Nach ersten Feststellungen sei sie nicht stark unterkühlt gewesen.

Wie sie nachts aus dem Heim gelangte, ist noch nicht ganz geklärt, Polizei und Johanniter haben aber eine Vermutung: durch die Brandschutztür zur Tiefgarage. Die Tür sei von der Garage aus nicht zu öffnen, sagte gestern auf Anfrage eine Sprecherin der Johanniter Seniorenhäuser GmbH. Wahrscheinlich habe die verwirrte Bewohnerin dort so lange gewartet, bis sich das Garagentor durch ein ein- oder ausfahrendes Auto geöffnet habe, und habe sich dann in die Hecken gelegt. Dass demente Heimbewohner ausbüxen, sei nicht gänzlich zu verhindern. Wohnbereiche abzuschließen, sei nur mit richterlicher Genehmigung erlaubt. (ww)

 

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ, Publikation: Frankenthaler Zeitung, Ausgabe: Nr.245, Datum: Freitag, den 21. Oktober 2011, Seite: Nr.18, "Deep-Link"-Referenznummer: '8242309'


 
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