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10.08.2013 - Rheinpfalz - GSZ RPK

Rheinpfalzartikel zum Thema Gefahrenstoffzug des Rhein-Pfalz-Kreises

Geht es nach Landrat Körner, ist der Gefahrenstoffzug des Kreises ab 1. September wieder einsatzbereit. ARCHIVFOTOS: LENZ

Geht es nach Landrat Körner, ist der Gefahrenstoffzug des Kreises ab 1. September wieder einsatzbereit. ARCHIVFOTOS: LENZ

Per Eilentscheid zur Einsatzbereitschaft


SCHIFFERSTADT/LUDWIGSHAFEN: Der Gefahrstoffzug des Rhein-Pfalz-Kreises soll bald wieder den Dienst aufnehmen. Allerdings werden die Fahrzeuge nicht mehr wie bisher an einem Standort stehen, sondern auf fünf Wehren im Kreis verteilt. Das hat Landrat Clemens Körner per Eilentscheidung festgelegt. Ob ein Wagen in Schifferstadt bleibt, muss erst noch geklärt werden.


Von Christian Treptow


Mehr als 20 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Schifferstadt haben vor wenigen Wochen den Dienst quittiert (wir berichteten). Diese Gruppe war unter anderem für den Gefahrstoffzug des Rhein-Pfalz-Kreises verantwortlich, der zentral bei der Schifferstadter Feuerwehr stationiert war. Der Zug ist seitdem nicht einsatzbereit.Doch schon bald soll der Gefahrstoffzug wieder seinen Dienst aufnehmen. Dann allerdings mit einer anderen Organisationsstruktur. Das hat Landrat Clemens Körner (CDU) in Aussicht gestellt. Gemeinsam mit Kreisfeuerwehrinspekteur Uwe Speichermann, den Bürgermeistern der Kreisgemeinden sowie den Leitern der Freiwilligen Feuerwehren sei eine Lösung erarbeitet worden. Demnach wird der Gefahrstoffzug des Kreises auf die Wehren mehrerer Gemeinden verteilt – als sogenannte dezentrale Lösung.
Die Fahrzeuge werden laut Körner bei den Wehren in Limburgerhof, Böhl-Iggelheim, Maxdorf, Neuhofen und Schifferstadt untergebracht. In Absprache mit den Fraktionsvorsitzenden im Kreistag habe er dies per Eilentscheidung bereits festgelegt, sagt der Landrat. Am 26. August wird sich allerdings noch mal der Hauptausschuss des Kreises mit dem Thema befassen, kündigt Körner an.
An die Wehren Limburgerhof und Maxdorf seien die Fahrzeuge bereits übergeben worden. Auch Neuhofen und Böhl-Iggelheim sind als Standorte fix. Für Schifferstadt müssten allerdings noch Gespräche geführt werden, sagt Wehrleiter Christian Nicklas. Der Knackpunkt: Können die Schifferstadter die Aufgabe mit reduziertem Personal stemmen?
Die zentrale Lösung, den gesamten Gefahrstoffzug in Schifferstadt anzusiedeln, sei gut gewesen. „Zu der damaligen Zeit war das absolut richtig“, sagt Körner. Angesichts der Situation sei die neue dezentrale Lösung mit den fünf Standorten das Beste gewesen, was zu machen war. Beim Erstellen des neuen Konzepts habe man beachten müssen, dass der Zug auch in der vorgegebenen Zeit am Einsatzort sein kann. Körners Ziel: „Zum 1. September soll der Gefahrstoffzug wieder Einsatzbereitschaft melden.“
Die Vorteile der dezentralen Lösung: Ein Fahrzeug ist schneller am Einsatzort. Und: „Bei Problemen in einer Wehr bleiben immer noch vier andere.“ Dass der Kreis die Fahrzeuge bei den Wehren unterstellen darf, dafür zahlt er Miete. Das sei in entsprechenden Vereinbarungen mit den einzelnen Gemeinden so festgehalten worden, erläutert Körner.
Die Maßgabe des Landrats: Die dezentrale Lösung muss kostenneutral sein. „Es darf nicht mehr kosten als die bisherige zentrale Lösung“, sagt Körner. Unklar ist derweil noch, was mit dem Gebäude geschieht, in dem der Gefahrstoffzug in Schifferstadt bislang untergebracht war. Da müsse jetzt geklärt werden, ob der Kreis die Immobilie überhaupt noch braucht, führt der Landrat weiter aus. Ein Konzept, was damit passiert, werde erarbeitet.
Die einzelnen Wehren müssen sich jetzt erst mit dem neuen Gerät vertraut machen. Danach muss in gemeinsamen Übungen die Feinabstimmung erfolgen. Für Körner steht fest: „Nicht einsatzfähig – das möchte ich über den Gefahrstoffzug nicht mehr sagen müssen.“
 
 
Zur Sache: Welches Fahrzeug steht wo?
Nach der von Landrat Clemens Körner getroffenen Eilentscheidung wird der Gefahrstoffzug künftig auf mehrere Freiwillige Feuerwehren im Kreis verteilt. Fünf Wehren sollen in Zukunft zusammenarbeiten, um diese Aufgabe zu stemmen.

So wird in Maxdorf der Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz stehen, erläutert Rainer Schädlich, Chef der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde. Sechs Leute werden als Besatzung für den Neun-Tonner benötigt. 24 Atemschutzgeräte, sechs Chemieschutzanzüge sowie diverse Messgeräte werden mit dem Lkw transportiert. Bei der Besatzung des Wagens seien alle drei Wehren der Verbandsgemeinde eingebunden, sagt Schädlich. Geparkt wird das Fahrzeug in Maxdorf, weil dort auch der hauptamtliche Gerätewart der Wehr ist, der sich um Fahrzeug und Ausrüstung kümmert.
Bei der Wehr in Böhl-Iggelheim soll in Zukunft der Gerätewagen I stationiert werden. Drei Mann seien dafür als Besatzung vorgesehen, erläutert Wehrleiter Thomas Remle. Das Personal könne die Wehr stemmen. Und auch die Unterbringung des Fünf-Tonners sei kein Problem. „Wir haben noch einen Stellplatz frei“, sagt Remle. Im Einsatz werden mit dem Fahrzeug nach Angaben des Wehrleiters Pumpen, Schläuche, Schutzanzüge sowie Ausrüstung transportiert, um Bodenproben nehmen zu können.
In Limburgerhof wird künftig der Gerätewagen Gefahrgut II in der Mehrzweckhalle stehen. Für den Zehn-Tonner braucht die Wehr drei Mann Besatzung mit entsprechender Ausbildung. „Und die haben wir auch“, sagt Thomas Streun. Wie der Wehrleiter berichtet, ist der Lkw mit rund neun Metern das längste Fahrzeug des Gefahrstoffzuges. Jetzt müsse die Wehr allerdings erst mal das Fahrzeug unter die Lupe nehmen. Pumpen, Behälter und Sicherheitskleidung werden mit dem Lkw transportiert. Im „normalen“ Feuerwehrbetrieb sei das Fahrzeug eher weniger zu verwenden, sagt Thomas Streun.
Die Neuhofener Wehr wird sich um einen Gerätewagen mit Messtechnik kümmern. Der VW-Bus wird Wehrleiter Thomas Klamm zufolge am Montag, 12. August, an die Neuhofener Kameraden übergeben. „Das heißt aber nicht, dass der Wagen dann am 13. August einsatzbereit ist“, sagt Klamm. Erst müssten sich die Wehrleute mit dem neuen Auto vertraut machen. Als Besatzung seien zwei Mann für den Wagen vorgesehen. Zwischen zehn und 15 Leute sollen laut Klamm die Einsatzbereitschaft des Gerätewagens sicherstellen. Platz für den VW-Bus haben die Neuhofener gefunden – hinter dem Einsatzleitwagen.
Ein Wagen soll nach den Plänen des Landrats weiter in Schifferstadt bleiben. Im Gespräch ist, dass ein Mehrzweckfahrzeug unter den Fittichen der Schifferstadter Wehr bleibt. (tc)

 

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ, Publikation: Frankenthaler Zeitung, Ausgabe: Nr.184, Datum: Samstag, den 10. August 2013, Seite: Nr.15, "Deep-Link"-Referenznummer: '91_13362370


 
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