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03.02.2014 - Rheinpfalz - Kreisrückblick

In der Rheinpfalz vom 03.02.2014 erschien folgender Artikel über die Feuerwehren des Rhein-Pfalz-Kreises

Die Anzahl der Wehrleute nimmt ab: hier Brandbekämpfer bei einem Feuer in Lambsheim im Jahr 2011. ARCHIVFOTO:BOLTE

Bereitschaft schwierig zu organisieren

Böhl-Iggelheim: Neujahrsempfang der Feuerwehr-Leiter im Rhein-Pfalz-Kreis – Zahl der Einsätze nimmt zu

Die Tagesalarmbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren zu garantieren, werde schwieriger, hat Kreisfeuerwehrinspektor Uwe Speichermann beim Neujahrsempfang der Wehrleiter des Landkreises in Böhl-Iggelheim gesagt. Bei Großeinsätzen im vergangenen Jahr haben die Feuerwehren des Rhein-Pfalz-Kreises gut zusammengearbeitet. Speichermann hat die Bilanz des zurückliegenden Jahres vorgestellt und einen Ausblick auf 2014 gegeben.
Derzeit zählen die Feuerwehren des Landkreises 842 Wehrleute. Im Jahr 2005 seien es noch 940 gewesen. Die Zahl der Wehrleute gehe um zwei bis drei Prozent jährlich zurück, sagte der Kreisfeuerwehrinspekteur. Ursache seien vor allem veränderte Arbeitsbedingungen der Freiwilligen. „Immer mehr Leute arbeiten tagsüber in einiger Entfernung ihrer Heimatgemeinden und stehen deshalb für Einsätze nicht zur Verfügung“, sagte Speichermann. Um dem zu begegnen, gebe es Überlegungen, für die Tagesbereitschaft Wehrleute an ihrem Arbeitsort in Feuerwehren zu integrieren. Ein weiteres Problem sei allerdings auch die sinkende Bereitschaft von Arbeitgebern, die Wehrleute für ihre Aufgaben freizustellen. Es habe Pläne gegeben, die Pendler unter den Wehrleuten in einer zentralen Datenbank zu erfassen. Dies sei zu aufwendig und fehleranfällig aufgrund ständiger Veränderungen. Die kommunalen Feuerwehren sollen dies besser selbst organisieren.Positiv vermerkte Speichermann die 251 Angehörigen der Jugendfeuerwehren des Kreises. Er dankte den Betreuern für ihre wichtige Arbeit mit den Jugendlichen. Der Nachwuchs aus den eigenen Reihen sei für die Zukunft der Feuerwehren wichtig.
Insgesamt habe die Zahl der Einsätze zugenommen. Dies sei auch auf die Pflicht zu Rauch- und Brandmeldeanlagen zurückzuführen. Rund 20 Prozent der Einsätze erfolgten im vergangenen Jahr aufgrund solcher Anlagen. Von den 1289 Einsätzen im Landkreis seien 584 für Aufgaben im Brandschutz erfolgt, 705 Einsätze waren technische Hilfeleistungen. Dazu gehören Türöffnungen, sowie Trage- und Transporthilfen und Einsätze der Drehleitern.

Der größte und schwierigste Einsatz waren der Brand und die Explosion im Gashandel in Harthausen am 28. September. 232 Fahrzeuge und 1004 Rettungskräfte, auch aus benachbarten Kreisen und Städten, halfen bei dem 36 Stunden dauernden Einsatz. 17 Wehrleute wurden verletzt. „Die Heilungen werden noch lange dauern, bei einigen Kameraden ist nicht klar, ob sie später ihre erlernten Berufe wieder ausüben können“, sagte Speichermann. Er zeigte Bilder von Helmen und Schutzkleidung, von der Explosion gezeichnet. „Wir haben unserer Ausrüstung zu verdanken, dass Schlimmeres verhindert wurde“, betonte der Feuerwehrchef.

Speichermann dankte auch den Kommunen, die die Ausstattung ihrer Gemeindefeuerwehren finanzieren. Hier könnte es in Zukunft Änderungen geben. Bei der Landestagung der Kreisfeuerwehrinspektoren sei ein neues Zuschussverfahren vorgestellt worden, das der Gemeinde- und Städtebund wünsche. Demnach solle es keine Einzelbezuschussung für Fahrzeuge mehr geben. Die Kommunen würden Pauschalen bekommen, die für alle Brandschutzmaßnahmen gelten sollen. Laut Speichermann sprachen sich die Feuerwehrinspektoren gegen dieses Vorhaben aus. Kreisfreie Städte würden bevorzugt, Einsparungen würde es letztlich nicht geben.

Der neue Leiter des Gefahrstoffzuges, Marc-André Schlöttner aus Maxdorf, berichtete über den Stand der Neuaufstellung: In Limburgerhof, Neuhofen, Böhl-Iggelheim, Dannstadt-Schauernheim und Maxdorf seien nun Fahrzeuge und Besatzungen angesiedelt. Die Alarmierung sei entsprechend angepasst. Die Technik sei überprüft und einsatzbereit. Die Führung der Abteilungen sei bestens qualifiziert, die Motivation sehr groß. Die teilweise nötige Weiterbildung der Mannschaften habe bereits begonnen. (ghx)
 
 
Quelle
Ausgabe Die Rheinpfalz - Frankenthaler Zeitung - Nr. 28
Datum Montag, den 3. Februar 2014


 
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